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Christine Kammerer

Praxis für Psychotherapie

Mit staatlicher Zulassung nach dem Heilpraktiker-Gesetz

 

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Was ist Kunst- und Gestaltungstherapie?

Kunst- und Gestaltungstherapie (KGT) ist eine Therapieform, die vorwiegend mit nonverbalen Mitteln arbeitet und versteht sich als ganzheitlicher Ansatz, der Geist und Körper, aber auch die Seele in ihrer persönlichen und spirituellen Dimension in den therapeutischen Prozess mit einbezieht.

Die Grundlagen der heutigen kunsttherapeutischen Theorien und Verfahren gehen zum einen auf methodische und theoretische Ansätze der Tiefenpsychologie, zum anderen auf solche der Humanistischen Psychologie zurück, deren Ziel vor allem die Ganzwerdung und Selbstverwirklichung des Menschen ist.

Auch die Kunst- und Gestaltungstherapie unterstützt den Klienten im schöpferischen Prozess der Entwicklung seiner ganz individuellen Persönlichkeit und begleitet ihn auf dem Weg der Selbstwerdung. Ziele der kunsttherapeutischen Arbeit sind u. a.:

Kaspar Hauser Selbstporträt
Selbstporträt von Kaspar Hauser, 1828

      • Förderung der Kreativität und des spontanen Ausdrucks
      • Aktivierung des Klienten und seiner Potentiale
      • Selbsterfahrung und Persönlichkeitsentwicklung
      • Emotionale und kognitive Neustrukturierung
      • Übertragung der Bedeutungsebene des kreativen Prozesses auf die Lebenswelt
      • Verankerung und Stabilisierung von Um- und Neulernprozessen

Hexe

Vor allem die Sprache des Bildes und der darin enthaltenen Symbolik eröffnet in der KGT einen neuen Wahrnehmungs-Raum, der einen spezifischen Zugang zum Unbewussten ermöglicht.

Seelisches oder körperliches Erleben und Empfinden erfährt in diesem geschützten Raum neue Ausdrucksformen. Der Gestaltungsprozess hat sowohl aufdeckende als auch strukturierende Funktion. Durch die Zentrierung der Wahrnehmung auf die eigene Person und die ganz individuellen Ressourcen bewirkt KGT eine Stärkung des Ichs und unterstützt im Prozess des kreativen Schaffens die Entwicklung von Selbstwert und Identität.

Die angebotenen Materialien – Farben, Stifte, Papier, Stoffe wie Sand, Steine etc. - besitzen jeweils spezifische Qualitäten und einen eigenen Charakter. Der therapeutische Dialog kann so mit neuen Möglichkeiten des Ausdrucks angereichert werden.

Die Vielfalt dieses kreativen Selbst-Ausdrucks wird durch Elemente wie Rollenspiel, Körperarbeit und verbale Ausdrucksübungen erweitert. Diese Techniken sprechen die Gesamtpersönlichkeit des Klienten auf ganz unterschiedlichen Ebenen an. Sie vermitteln ein Repertoire an Ausdrucksformen und ermöglichen so eine sehr differenzierte Arbeit an psychischen Konflikten.

Gerade dort, wo es schwierig wird, innere Erfahrungen, Wünsche und Phantasien in Worte zu fassen, eröffnet die KGT neue Möglichkeiten der Kommunikation.

Schon der kreative Prozess selbst und die Erfahrung, sich auf diesem Wege ausdrücken zu können, führt zur Entlastung und löst Spannungen.

Durch den Umgang mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken und Materialien können sich die Klienten erproben, selbst erfahren und neu erleben.

Leben und Tod

Die Bedeutung der KGT liegt in der nachhaltigen Veränderung der Wahrnehmung sowohl gegenüber der eigenen Person als auch gegenüber der Umwelt und der damit einhergehenden Erweiterung der Handlungs- und Lösungsmöglichkeiten.

Die Beherrschung künstlerischer Methoden und Techniken, die handwerkliche Geschicklichkeit oder die Ästhetik der Umsetzung sind dabei nicht von Bedeutung, hier steht allein der Selbst-Ausdruck im Mittelpunkt.

Audio:
Die Kraft der inneren Bilder,Was wir uns im Geiste vorstellen, kann unseren Körper fast genauso stark aktivieren wie unsere Handlungen. Diese Vernetzung können wir nutzen, um Einstellungen und Befindlichkeiten ins Positive zu wenden. Zunehmend schöpfen auch Therapeuten aus diesem Fundus im Kopf. Gesund leben, www.stern.de

Textbeiträge:
Durchbruch. Wie Kunsttherapie das “ewige Schweigen” brechen kann. Ein Fallbeispiel aus der Praxis. Christine Kammerer & Dr. Klaus Lumma, ART&GRAPHICmagazine
Kaspar Hauser und die Kunst. Auf den Spuren eines Rätsels. ART&GRAPHICmagazine
Beim Maltherapeuten. Starke Bilder - starke Seele. Malen wirkt direkt auf die Psyche: präventiv beim Gesunden, heilend beim Kranken. In Begleitung eines Kunsttherapeuten können Bilder helfen, Ängste oder Probleme zu lösen. Schrot&Korn 09/2008

 

 

 

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