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Cyberstalking, Cyberbullying - Rufmord im Internet
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Diffamierung und Rufmord im Internet nehmen beängstigende Ausmaße an, so der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes Heinz-Peter Meidinger, es gebe zum Beispiel "keine einzige weiterführende Schule, die nicht schon Erfahrungen mit dieser Art des Mobbings gemacht hat." Er fordert Politiker und Webseiten-Betreiber zum Handeln, denn die bisher in Deutschland bekannten Fälle seien nur die Spitze des Eisbergs.
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Die Täter
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Die Täter schreiben beleidigende Kommentare, sie verletzen die Menschenwürde der Betroffenen, indem sie deren Konterfei zum Beispiel in pornografische Fotografien schneiden. Viele von ihnen sind sich nicht darüber bewusst, welchen Schaden sie mit ihren Aktionen anrichten und dass sie damit typische Mobbing-Handlungen begehen, die nicht nur juristisch relevant sind, sondern zudem den Geschädigten häufig psychisch schwer zu schaffen machen.
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Die Opfer
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Hämische oder verleumderische Einträge verbreiten sich heute in Windeseile im Internet und sind über Suchmaschinen wie Google noch über Jahre hinweg aufzufinden. "Irgendetwas bleibt immer hängen, sowohl in der Psyche des Opfers als auch in den Köpfen der Öffentlichkeit" so der Psychotherapeut Mario Gmür, der sich seit Jahren mit Medienopfern beschäftigt. Diese Art von Mobbing kratzt nicht nur am Selbstwertgefühl der Betroffenen, sondern verletzt ihre Persönlichkeitsrechte, zerstört Vertrauensverhältnisse und verursacht nicht selten körperliches und seelisches Leiden in einem Maße, dass die Ausübung des Berufes nicht mehr gewährleistet werden kann.
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Was tun?
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Sind oder waren Sie selbst oder einer Ihrer Angehörigen Opfer von Übergriffen im Internet? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf! Wir unterstützen Sie bei der Bewältigung Ihrer seelischen Belastungen.
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Bei massiven Übergriffen sollte man juristische Schritte gegen den Täter in die Wege leiten. Machen Sie sich bewusst, dass solche Aktionen definitiv als Straftat zu werten sind. Es ist in jedem Falle empfehlenswert, die Vorfälle zu dokumentieren und reproduzierbare Beweise zu sammeln. Von einer unmittelbaren Konfrontation Täter-Opfer ohne eine dritte Person (Mediator), die im Zweifelsfalle vermitteln kann, ist dringend abzuraten.
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Seit Frühjahr 2007 werden nun auch Website-Betreiber für ehrverletzende Äußerungen auf ihren Internetseiten juristisch in die Verantwortung genommen. Um eine Beseitigung unerwünschter Inhalte in die Wege zu leiten genügt eine E-Mail an den Plattformbetreiber. Diese sollte im Beisein eines Zeugen abgesendet und zu Dokumentationszwecken mit Datum ausgedruckt werden. Es sollte auch eine Frist für die Entfernung der Inhalte gesetzt werden. Reagiert der Plattformbetreiber nicht oder verweigert eine Löschung der Inhalte, bleibt grundsätzlich nur die Beschreitung des Rechtsweges.
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Es gibt zudem diverse Möglichkeiten, Inhalte, welche die eigene Reputation gefährden, aus dem Internet entfernen zu lassen. Aktive Unterstützung finden Betroffene zum Beispiel bei den Betreibern der Plattform Internetvictims. Mit dem Löschen der Inhalte ist es jedoch noch nicht getan, da Suchmaschinen wie Google von jeder Webseite einen "Schnappschuss" speichern, der im sogenannten "Cache" abgelegt wird. Selbst wenn eine Seite über einen längeren Zeitraum nicht mehr existiert bleibt sie noch lange im Cache erhalten. In dringenden Fällen kann man den Prozess mit einem Antrag bei der entsprechenden Suchmaschine beschleunigen.
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Schutz der eigenen Reputation:
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Es empfiehlt sich zudem, in regelmäßigen Abständen zu prüfen, welche Informationen zur eigenen Person unmittelbar über Suchmaschinen verfügbar sind. Geben Sie hierzu folgende Angaben in die Suchmaschinen ein:
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- Vor- und Zuname
- Nachname (bei seltenen Namen)
- Bei häufigen Namen Vor- und Zuname und Ort etc.
- Telefonnummern (mit und ohne Bindestrich, Festnetz oder Handy)
- Emailanschrift
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Artikel zum Thema: Videos von Lehrern im Internet. In Großbritannien plant die Regierung eine Kampagne gegen das Mobbing von Lehrern im Internet, aber auch hierzulande wächst das Bewusstsein, denn viele deutsche Lehrer sind inzwischen selbst Opfer digitaler Übergriffe. lesen
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Links:
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www.internetvictims.de Eine Initiative gegen Rufschädigung und Verleumdung im Internet, Gesetze, Auflistung möglicher juristischer Gegenmaßnahmen, Ratgeber etc.
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www.google.de/intl/de/remove.html#uncache Entfernen unerwünschter Inhalte aus dem Cache.
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http://123hier.de/ Nützliche Informationen zum Schutz von Privatsphäre und Reputation im Internet.
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